Festspiele Zürich – Theater, Kunst und Musik in einem Festival vereint

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Während einer Zeitspanne von drei Wochen zeigen Zürcher Spielstätten ihre Variationen zu einem gemeinsamen Thema.

Die Festspiele Zürich werden alle zwei Jahre gemeinsam von Zürcher Kulturinstitutionen wie dem Opernhaus, dem Schauspielhaus, dem Tonhalle-Orchester und dem Kunsthaus Zürich veranstaltet. Auch das Museum Rietberg, die Gessnerallee Zürich sowie die Theater Neumarkt und Rigiblick sind regelmässig beteiligt. Angeregt von einem gemeinsamen Thema zeigen diese Spielstätten während einer Zeitspanne von 3 Wochen Theater, Oper, Konzerte, Tanz, Aussttellungen, Lesungen und Diskussionen.

Sämtliche Schauplätze sind wenige Minuten vom Hotel Alexander entfernt und einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Unter dem Titel «Die 20er Jahre. Rausch des Jetzt.» nehmen die Festspiele Kurs auf die zweite Biennale-Edition im Juni 2020.

Die Festspiele Zürich feiern im Juni 2020 gemeinsam mit den Zürcherinnen und Zürchern ein grosses Kunstfest. Im Fokus des Festivals steht das Lebensgefühl dieser spannungsgeladenen Ära mit ihren Innovationen, den Umbrüchen und Exzessen. Zugleich stellt sich die Frage: Stehen wir 2020 wieder an der Schwelle zu einem Jahrzehnt, das sich derart prägend auf das junge 21. Jahrhundert auswirkt?

Eine grosse Kunstinstallation auf dem Münsterhof ist Sinnbild und Festivalzentrum zugleich.

«Die 20er Jahre. Rausch des Jetzt.» so lautet die Überschrift des Programms der Festspiele Zürich 2020. 

Im Fokus stehen die Goldenen Zwanzigerjahre und deren Lebensgefühl: Innovation, Umbruch, Exzess in allen Lebensbereichen. Bewusst nimmt der Titel aber nicht nur auf die Zwanzigerjahre des 20., sondern auch auf die des 21. Jahrhunderts Bezug. An der Schwelle zu den 2020er Jahren drängt sich dieser Brückenschlag auf. Auch heute sehen wir uns wieder mit dem Gefühl der Beschleunigung, mit Globalisierung, geschwächten Demokratien und wirtschaftlicher Instabilität konfrontiert – Parallelen zu damals, die der deutsche Philosoph Wolfram Eilenberger im Gespräch aufgezeigt hat.

Trotz oder vielleicht eben gerade wegen der damit einhergehenden Verunsicherung haben in den 1920er Jahren Kunst und Wissenschaft geblüht, sich die Gesellschaft und die Werte radikal gewandelt und die Menschen haben gefeiert als gäbe es kein Morgen. Ein technisches «Wunderwerk» bringt die Aufbruchsstimmung der Zwanziger Jahre auf den Punkt: Der Zeppelin. Er steht für den damaligen Zukunftsglauben, den Fortschritt, aber auch für Grössenwahnsinn und technologischen Irrtum. Als Fortbewegungsmittel längst wieder verschwunden, beflügelt der Zeppelin noch immer unsere Fantasie. Ein solch silberglänzendes Ungetüm wird hoch über dem Münsterhof thronen und dem Festivalzentrum sein Gesicht geben. Die verspiegelte Oberfläche und schematische Form unterstreichen die futuristischen Assoziationen, die der Zeppelin nach wie vor weckt.